2017

THE WALK OF FAME DES MICHAEL STIFEL

 

Auf Initiative des Fördervereins Annaburger Porezellaneum begann die Geschichte aus der sich zwei Jahre später unser Verein bildete. Fast die ganze Stadt Annaburg war eingebunden, viele Vereine wirken mit und Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer spielte den Reformator Martin Luther, der Stifel vergebens vor seiner Prophezeiung warnt und dafür sorgt, dass er am Ende vor dem wütenden Mob in Schutzhaft genommen wird.

Zwölf Szenen hatte Markus Schuliers aus Wittenberg entworfen, davon befassten sich sechs mit Stifel – beginnend 1528 mit seiner Ankunft in Lochau, wie Annaburg damals hieß. Neben der historischen Ebene gibt es eine aktuelle, die ebenfalls sechs Szenen umfasst: Schüler sollen sich im Rahmen einer Projektarbeit mit dem Thema Apokalypse befassen und treffen sich dazu am Stifel-Denkmal. Die Ratlosigkeit ist groß, verschiedene Ideen wie Theaterstück, Musical, Pantomime werden entwickelt und wieder verworfen, weil die Proben apokalyptische Ausmaße annehmen, bis die rettende Idee kommt…

 

 

 

2018

... und morgen geht die Welt unter

 

Die Prophetie vom „Weltuntergang“ ist in Annaburg durch Pfarrer Stifel zu fragwürdigen Ruhm gelangt.

Nach dem Theaterstück „DER WALK OF FAME DES MICHAEL STIFEL“ im Jahr 2017 wollten wir uns nun erneut diesem Thema auf eine andere Art und Weise nähern.

Regie führte natürlich wieder wie im Vorjahr auch Markus Schuliers.

Der Spielort war zum ersten Mal die Schlosskirche in Annaburg.

Es waren wieder über 50 Darsteller, die mitwirkten. 

Drei Zeitepochen wurden durch viele künstlerische Gruppierungen witzig und ironisch auf theatralisch musikalische Weise in heiterer Form dargestellt.

Im Zentrum stand eine „Übertragung“ des A-TV (Annaburg-TV), welche sich der Klischees des Fernsehens annimmt und revuehaft die unterschiedlichsten Fernsehmedien auf die Schippe nimmt um literarische und musikalische Produkte aus den diversen Epochen auf heitere Art dem Publikum näher zu bringen.

Alle Annaburger Theaterfreunde, welche schon bei „Stifel 2017“ mitgespielt haben, nahmen sich das Themengebiet des 19.Jahrhundert vor.

Das Jessener Gymnasium mit der Theatergruppe „eigenARTig“ hatte als Schwerpunkt das 20.Jahrhundert mit dem Dadaismus.

Beiträge von Loriot sollten dabei als Brücke zwischen Ost und West dienen.

Das 21.Jahrhundert mit den heutigen Zuständen in der Welt übernahm das Comedy-Duo „Mund-Winkel“ aus Wittenberg.  

 

 

 

2019

STIEFELS FORMEL

 

Der Weltuntergang, den Stifel für den 19. Oktober 1533 um 8 Uhr berechnet hatte, fiel bekanntlich aus und der Pfarrer musste in Schutzhaft genommen werden. Stifel war danach noch Pfarrer in Holzdorf und studierte in Wittenberg Mathematik, 1559 wurde er an der Universität Jena der erste Professor für Mathematik. 

Und genau hier setzt das Stück mit seinen drei Akten à je drei Bildern an: Studenten wollen sich an der Uni Jena einschreiben, darunter eine Studentin, die sich als Mann verkleidet, außerdem bekommt Stifel Besuch von drei Furien aus Lochau, die ihn verfolgen, weil er mit seiner Untergangsprophezeiung einen Trümmerhaufen hinterlassen hat. Auch Cranach taucht auf, ihm schuldet Stifel Geld. 

„Es entwickelt sich eine turbulente Komödie, die angesiedelt ist zwischen ‚Charlys Tante’ und Shakespeares ‚Sommernachtstraum’“, verspricht Schuliers. Die Handlung spielt in Kaspers Kneipe, Stifels Stube und einem Park. Am Ende taucht auch noch Martin Luther auf, der alles zu einem guten Ende führt. 

Der Titel des Stücks „Stifels Formel“ bezieht sich auf die Herstellung magischer Quadrate beliebiger Größe, die Stifel in seiner „Arithemtica Integra“ beschreibt – eine frühe Form des Sudoku: In einem magischen Quadrat kommt jede Zahl nur einmal vor, wobei jede Zeile, jede Spalte und die beiden Hauptdiagonalen die gleiche Summe aufweisen.